Meine Fahrradtour 2017

Die Route führte von Weitnau i. Allg. entlang des Bodensee-Königssee-Radwegs bis Traunstein. Weiter bis Salzburg und ein Stück entlang des Tauernradwegs die Salzach aufwärts bis Pfarrwerfen bei Bischofshofen. Hier geht es über einen kleinen Pass an den Ennsradweg nach Radstadt und weiter nach Schladming. Die Enns fließt hier südlich des Dachsteinmassivs parallel zur Donau. Im Gesäuse, einer Engstelle der Enns, biegt diese nach Norden und mündet dann nördlich von Steyr in die Donau. Hier geht es bis Wien.  Weiter entlang der Donau und dann durch’s Burgenland bis an die Südspitze nach Mörbisch am Neusiederler See kurz vor der ungarischen Grenze. Auf die Weiterfahrt nach Kärnten habe ich aufgrund der beiden zu bewältigen Pässe verzichtet (siehe Karte und Höhenprofil).

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Hier der Link zu allen Fotos der Tour. Eine Übersicht der Strecke findest Du auf der Seite Karten. Die Fotos in der Cloud können auch als Diashow abgespielt werden. Einfach auf > klicken.

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22. Tag Weitnau 30km/1296km

Am 4. August Ankunft mit der Bahn in Kempten um 0:52 und noch 30km mit dem Rad bis nach Hause.

Nachtrag am 12.10.2017: Ich hatte der ÖBB einen Link zu zum Beitrag meiner Rückfahrt mit der Bahn geschickt aber nie eine Antwort erhalten.

Rückfahrt mit der Bahn (ÖBB)

Wiener Neustadt war heute wieder sehr heiß und das Abteil für die Fahrräder im Regionalzug noch mehr, da hier die Klimaanlage ausgefallen war und zwei Fenster nur einen kleinen Spalt geöffnet werden konnten. Ich war froh, als der Zug endlich losfuhr und ein kleiner Luftzug ein wenig Linderung brachte. Die große Überraschung kam beim Umstieg in den „railjet“ nach München. Wie soll ich mein E-Bike mit Gepäck über 4 (!) Stufen durch eine ca. 80cm breite Tür in den Wagen hiefen? Ohne fremde Hilfe nicht möglich. Danach eine 90° Wendung durch eine 60cm breite Tür und erneut 90° um an die Haken, an denen die Fahrräder am Vorderrad aufgehängt werden, zu kommen. Nur dass der Platz in der Breite weniger als die Länge des Fahrrads ist und nur ohne Gepäck und Akku eingefädelt werden kann. Nur wie soll das funktionieren, wenn die Haken nur ca. 25cm auseinander liegen (siehe Abb.), moderne Fahrradlenker aber eine Breite von ca. 80cm haben? Ein junger, großer und kräftiger Mann hat dann versucht mir zu helfen und mein Fahrrad unterzubringen. Es ist auch ihm nicht gelungen! Er hat dann meinen Platz mit seinem Platz getauscht und wäre beinahe erneut am Platzproblem (Lenker) gescheitert. Zum Glück fahren wir alle nach München und der Zug endet dort. Dann haben wir hoffentlich genügend Zeit, die Fahrräder auseinanderzudröseln. Und dann auch nur 5 (!) Fahrradplätze pro Zug. Klar, warum es so schwer ist, eine Reservierung zu bekommen. Was hat sich die ÖBB dabei gedacht? Radfahrer Bahnreisende dritter Klasse? Nie wieder!

21. Tag Wiener Neustadt 46km/1266km

Gestern Abend Abschiedstrunk in der Buschenschänke. Heute stürmischer Gegenwind ist wie Bergauffahren. Es ist, als wolle die Natur mich zurück halten. Die Radreise nähert sich dem Ende. Abenteuer: Wie jedes Jahr nur begrenzte Fahrradmitnahme möglich. Alle Verbindungen ausgebucht; außer einem Spätzug, der erst um 17:38 hier startet und dann kurz vor 1:00 In Kempten ist. Dann noch 30km mit dem Fahrrad bis nach Hause.

20. Tag Sopron (Ungarn) 38km/1220km

Heute Ausflug nach Sopron südlich des Neusiedler Sees. Zum Glück verläuft die Strecke zum Teil durch schattige Waldstücke, sodass die Hitze etwas erträglicher ist. Der Ring um die Altstadt ist sehr schön mit renovierten Häusern und einer verkehrsberuhigten Zone mit viel Platz für Fußgänger. Auf der Rückfahrt kann man erkennen, dass ein großer Teil des Neusiedler Sees bereits verlandet ist. Blick auf die Ungarische Tiefebene. Flach wie an der Nordsee.

Sommer am Neusiedler See

Fast 22:30 und Immer noch sehr warm. Wie Urlaub im Sommer in Italien oder Spanien. Die Leute sind immer noch unterwegs. Nachtleben in Mörbisch und ich schwitze immer noch. An Schlafen ist noch nicht zu denken. 36°C um 13:00 heute in Eisenstadt. Steigerungen angekündigt. In der Buschenschänke arbeiten junge Frauen aus Ungarn; wie 95% im Gaststättengewerbe, wie man mir berichtete. Schon ein eigenartiges Gefühl. Die beiden Mädels waren sehr natürlich und sehr nett; eine von ihnen hat eine Austauschschülerin in Kempten.

19. Tag Eisenstadt 58km/

Ausflug ins Hinterland (Burgenland). Der Weg führt zuerst entlang des Westrands des Neusiedler Sees auf einem erhöhten Fahrweg durch die Weinberge mit schönen Ausblicken auf den See und biegt dann ab nach Westen. Felder mit Sonnenblumen verändern die Landschaft. Der Sommer im Burgenland ist heiß und trocken. Die Mittagstemperaturen erreichen heute mehr als 36°C und selbst abends ist noch kaum erträglich; ich sehne mich zurück ins kühle Allgäu. Das brackige, trübe Wasser des Sees ist für mich nicht sehr einladend und ich verzichte heute auf das volle Strandbad. Man kann tatsächlich im See stehen und der Boden besteht aus Schlick; ähnlich wie im Wattenmeer an der Nordsee.

18. Tag Neusiedler See 63km/1124km

Heute Ausflug zur Ostseite. Der Neusiedler See hat derzeit eine maximale Wassertiefe von 1,60m. Imposant ist auch der bis zu 3km breite Schilfgürtel und man fährt vom „See“ bis zum Ort quer durch den Schilfgürtel. An verschiedenen Stellen sieht man große, natürliche Salzpfannen. – Da, wie vermutet, in Richtung Kärnten mehrere Pässe (einer davon von ca. 650m auf 1680m!) auf dem Weg liegen, habe ich dieses Vorhaben aufgegeben und werde noch zwei Tage länger bleiben. Für Montag sind Temperaturen von bis zu 36°C angekündigt. Einfach noch ein Wenig ausspannen.